Das Anlegen von Gleitschutzketten (besser bekannt als Schneeketten) trainieren wir vor jeder Wintersaison. Die Übungen finden auf unserem Hof unter ruhigen Bedingungen und unter Anleitung erfahrener Ausbilder statt. Zwar verfügen unsere Einsatzfahrzeuge über Allradantrieb und grobstollige Bereifung, bei winterlichen Extrembedingungen sind jedoch Gleitschutzketten unverzichtbar. Sie ermöglichen es uns, auch bei starkem Schneefall einsatzfähig zu bleiben und im Bedarfsfall sogar andere Lkw zu bergen.
Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist der sichere Umgang mit den verdammt schweren Gleitschutzketten und deren fachgerechte Montage an den Fahrzeugen. Entsprechend intensiv wird dieser Ablauf geübt.
Da in der kommenden Woche ein hohes Verkehrsaufkommen durch Berufsverkehr, Pendler, Wochenendreisen und den Beginn der Ferienzeit zu erwarten ist, werden wir im Rahmen der Technischen Hilfeleistung Verkehr (THV) die Autobahnpolizei auf den Autobahnen A4, A14 und A17 unterstützen. Erfahrungsgemäß ist in solchen Situationen mit Staus und Verkehrsunfällen zu rechnen. Mit unseren Einsatzmitteln können wir zur Absicherung von Unfallstellen beitragen und liegengebliebene Fahrzeuge abschleppen (lassen).
Parallel dazu führte die Fachgruppe SB (Schwere Bergung) eine kreative Ausbildung im Bereich Holz- und Knotentechnik durch. Aus Holzbalken und Seilen lassen sich in kurzer Zeit äußerst stabile Konstruktionen errichten – vorausgesetzt, die entsprechenden Knoten und Sicherungstechniken werden beherrscht. Mit sogenannten Dreiböcken schufen wir eine tragfähige Grundkonstruktion, die durch zusätzliche Balken verstärkt und abgestützt wurde. Als praxisnahe Ergänzung entstand daraus eine Sitzbank, deren Stabilität erfolgreich mit neun Personen (siehe Bild) getestet wurde.

