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Hochwasserschutz-Übung für die Semperoper – THW, DRK und Bundeswehr-Reservisten trainieren den Ernstfall

Dresden, 18. Mai 2025 – In einer groß angelegten Hochwasserschutz-Übung trainierten am vergangenen Wochenende Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW), des Deutschen Roten Kreuzes (Landesverstärkung Sachsen) sowie des Reservistenverbands der Bundeswehr (Landesgruppe Sachsen) gemeinsam den Ernstfall zum Schutz eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Dresdens – der Semperoper.

Der Hintergrund der Übung ist ernst: Beim Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 entstanden allein an der Semperoper Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Der Spielbetrieb musste über Monate eingestellt werden, um insbesondere die aufwendige und kostenintensive Bühnentechnik zu erneuern.

Heute existiert für die Semperoper ein umfassendes Hochwasserschutzkonzept, in dem das THW eine zentrale Rolle spielt. 

Im Rahmen der Übung errichteten die THW-Ortsverbände Radebeul, Dresden, Pirna, Riesa und Dippoldiswalde gemeinsam mit dem DRK mobile Schutzwände an bereits vorgesehenen Einbaupunkten rund um das Opernhaus. Die angerückten Rettungskräfte wurde angeleitet durch den Fachberater Hochwasserschutz Jens Kunze (Reservistenverband der Bundeswehr, Landesgruppe Sachsen).

Neben Spundwänden kamen auch innovative mobile Schutzsysteme aus Kunststoffschläuchen zum Einsatz. Diese lassen sich flexibel verlegen und werden anschließend mit Wasser gefüllt. Die schnell zu errichtenden temporären Barrieren können die Wassermassen bis zu einer Höhe von 1,5 Metern aufhalten.

Ziel der Übung war es, die logistischen Abläufe und den Aufbau unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten wie Geländeprofil, Kanalisation und Zufahrtswege zu proben. Insgesamt waren 35 THW-Einsatzkräfte sowie 8 Helferinnen und Helfer des DRK beteiligt.

„Die Übung hat eindrucksvoll gezeigt, dass innerhalb weniger Stunden ein effektiver Schutz rund um die Semperoper errichtet werden kann“, so der Sprecher des THW Radebeul. Dennoch hoffen alle Beteiligten, dass dieser Ernstfall niemals eintritt – denn ein Elbpegel von über 9 Metern hätte verheerende Folgen weit über das Stadtgebiet hinaus.


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