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Kinder-Blaulicht-Tag 2025

Spannender Aktionstag für Zweitklässler im Rettungszentrum Radebeul

Das Rettungszentrum an der Wilhelm-Eichler-Straße in Radebeul verwandelte sich am 4. Juni 2025 erneut in eine große Entdeckungsfläche für junge Nachwuchsretter: Rund 300 Schüler*innen der 2. Klassen aus Radebeuler und umliegenden Grundschulen nahmen am mittlerweile zehnten Kinder-Blaulicht-Tag teil.

Die Veranstaltung wurde gemeinschaftlich durch die beteiligten Schulen, das Technische Hilfswerk (THW), die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei organisiert. Jede Rettungs-Organisation war mit zwei Stationen vertreten, an denen Technik gezeigt, Einsätze simuliert und Fragen der Kinder beantwortet wurden.

Auch das THW Radebeul war mit zwei praxisnahen Stationen beteiligt. Die Kinder erhielten Einblicke in unsere Aufgaben, lernten unsere Fahrzeuge und unsere Technik kennen und durften bei kleinen Übungen selbst mit anpacken.

„Toter Winkel“ aus der Sicht eines LKW-Fahrers – THW-Station 1

Wie leicht Menschen im Straßenverkehr übersehen werden können, demonstrierten wir den Kindern eindrucksvoll mit einem großen THW-Einsatzfahrzeug (GKW). Markierungen mit Leitkegeln zeigten, welche Bereiche für den Fahrer sichtbar sind – und wo Gefahren durch den sogenannten „toten Winkel“ lauern.

Jedes Kind durfte sich einmal auf den Fahrersitz setzen und selbst erleben, dass Mitschüler direkt neben oder hinter dem LKW plötzlich nicht mehr zu sehen sind – trotz Rückspiegel. Diese Erfahrung machte deutlich, wie wichtig gegenseitige Achtsamkeit und Verständnis zwischen Verkehrsteilnehmern sind – insbesondere zwischen LKW-Fahrern, Radfahrern und Fußgängern.

Personenrettung mit Dreibock – THW-Station 2

An unserer zweiten Station ging es um die realitätsnahe Rettung einer verletzten Person aus einer Tiefe – beispielsweise einem Schacht oder einem eingestürzten Raum. Mithilfe eines Dreibocks und Seilzugs zeigten wir, wie das THW eine Bergung unter schwierigen Bedingungen durchführt.

Die Kinder durften dabei selbst Hand anlegen und gemeinsam einen schweren Dummy (etwa mit dem Gewicht eines Erwachsenen), nach oben befördern. Eine spannende Erfahrung, die zeigte, wie viel Kraft, Technik und Teamarbeit in solchen Einsätzen gefragt ist.

 

Zusammenarbeit der Blaulicht-Organisationen

Neben den THW-Aktivitäten konnten die Kinder auch Rettungswagen, Polizeifahrzeuge und Feuerwehrtechnik hautnah erleben. Jede Station vermittelte auf kindgerechte Weise, welche Aufgaben die jeweiligen Einsatzkräfte haben und wie wichtig ihr Zusammenspiel bei Notfällen ist.

Manche Kinder hielten das THW anfangs für eine „blaue Feuerwehr“. Am Ende des Tages war jedoch klar: Jede Organisation hat ihre speziellen Einsatzgebiete – ob bei Bränden, medizinischen Notfällen oder technischen Rettungseinsätzen. Das THW unterstützt vor allem dort, wo schweres Gerät, technische Expertise oder logistische Hilfe gebraucht wird – sei es bei Stromausfällen, Bergungen, Evakuierungen oder dem Sichern gefährlicher Einsatzstellen.

Großes Engagement und positives Feedback

Der Kinder-Blaulicht-Tag wird seit vielen Jahren mit großem Engagement durch ehrenamtliche Helfer der beteiligten Organisationen durchgeführt. Das durchweg positive Feedback der Kinder und Lehrer*innen bestätigt, wie wertvoll dieser Tag für das Verständnis der wichtigen Arbeit der Einsatzkräfte ist.

Ein ausführlicher Artikel über die Veranstaltung erschien am 04.06. in der Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung.
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