Eine umfassende Sprechfunk-Ausbildung gehört für jeden THW-Helfer zum unbedingt notwendigen Handwerkszeug.
In einer Einsatzlage muss Jeder / Jede in der Lage sein, mit den eigenen Führungsstellen und weiteren Rettungskräften (Polizei, Feuerwehr, Sanitäter, …) zu kommunizieren.
Da in einem Katastrophenfall die „üblichen“ Kanäle (Telefon, Mobilfunk, Internet) ausfallen können, ist die mobile Kommunikation über Funk manchmal die einzige Möglichkeit, die Arbeitsabläufe im Zivil- und Katastrophenschutz aufrecht zu erhalten.
Ausbilder Björn: „Funk heißt zuallererst auch Disziplin“.
Im Unterschied zum Telefon sind alle Teilnehmer einer Rufgruppe „in der Leitung“ (und jeder kann die Nachricht hören), aber es kann immer nur einer sprechen.
Außerdem müssen die Funkteilnehmer mit der Aufnahme einer Verbindung korrekt angesprochen werden, sonst gibt es schnell ein großes Durcheinander.
Genau daher ist die Handhabung des Sprechfunks (prüfungsrelevanter!) Bestandteil der Grundausbildung.
OK, aber wozu Lego-Bausteine?
Die Übung besteht darin, dass zwei Helfer/innen ausschließlich per Funk kommunizieren. Helfer/in A baut mit einigen Lego-Steinen eine beliebige Figur und muss Helfer/in B mitteilen, wie er / sie exakt diese Figur nachzubauen hat. Klingt einfach, ist aber in einer Funkgruppe und bei Einhaltung aller Kommunikationsregeln sehr anspruchsvoll.

