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THW Radebeul unterstützt bei schwerem Unfall auf der A4 – Einsatz bis in die Nacht

Am Dienstag, dem 17. Juni 2025, wurde der Ortsverband Radebeul des Technischen Hilfswerks (THW) gegen 10:00 Uhr vom Autobahnpolizeirevier Dresden zu einem Einsatz auf der Bundesautobahn A4 in Fahrtrichtung Dresden alarmiert.

Hintergrund war ein schwerer Verkehrsunfall im Baustellenbereich zwischen dem Autobahnkreuz Nossen und der Anschlussstelle Wilsdruff, bei dem mehrere Lkw beteiligt waren. Der Verkehr staute sich in alle Richtungen auf der A4, A14, A17 und brachte den Verkehr auch auf den Umgehungsstrecken zum Erliegen.

Bereits bei der Anfahrt zeigte sich, wie kritisch die Situation war: Fehlende Rettungsgassen und blockierende Lkw – teilweise vier nebeneinander auf allen Fahrstreifen – verzögerten das Eintreffen der Einsatzkräfte erheblich. Die Einsatzkräfte des THW benötigten fast eine Stunde, um bis zur Unfallstelle zu gelangen. „Ohne eine funktionierende Rettungsgasse kann keine Hilfe geleistet werden – das verzögert nicht nur unsere Arbeit, sondern gefährdet auch Menschenleben“, so der THW-Einsatzleiter A. Reich.

Gegen 12:30 Uhr wurde Vollalarm für den THW-Ortsverband Radebeul ausgelöst. Vor Ort koordinierte die Einsatzleitung im Zusammenspiel mit Bergungs- und spezialisierten Reinigungsunternehmen die Beräumung der Unfallstelle. Die Fracht eines der LKW bestand aus großen Mengen Glasscheiben, welche alle zu Bruch gingen. Die Glassplitter verteilten sich auf alle Fahrbahnen und mussten sehr aufwändig beseitigt werden. Eingesetzt wurden dabei unter anderem der THW-Kran mit Zweischalengreifer der Fachgruppe Wassergefahren sowie ein Kipper der Fachgruppe Räumen. Zusätzlich wurde der THW-Ortsverband Dippoldiswalde von der Regionalstelle Dresden nachalarmiert.

Während ein Saugbagger und ein Teil der THW-Einsatzkräfte die Scherben entfernten, sicherten andere THW-Helfer die Unfallstelle ab. Zur Sicherstellung der Abläufe mussten die Fahrbahnen mehrfach temporär gesperrt werden, damit Bergungsfahrzeuge, Maschinen und Kehrmaschinen über Rettungszufahrten die Autobahn verlassen und erneut befahren konnten.

Nach Abschluss der Bergungsarbeiten und Reinigung der Fahrbahn führten die Einsatzkräfte auf Bitte des Autobahnpolizeireviers Dresden mehrere Kontrollfahrten durch, um stehende Lkw zur Weiterfahrt zu bewegen und so eine erneute Stauentwicklung zu vermeiden.

Am Sammelpunkt am Autobahnkreuz Nossen erhielten die Helferinnen und Helfer eine zentrale Verpflegung – organisiert vom Radebeuler THW-OV-Stab mit Frank und Kathrin – bevor der Einsatz um 22:05 Uhr beendet wurde.

Das THW Radebeul bedankt sich bei allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit: dem Autobahnpolizeirevier und der Autobahnmeisterei Dresden, den eingesetzten Bergungs- und Reinigungsunternehmen sowie dem unterstützenden THW-OV Dippoldiswalde.


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