Teaserbild

Aktuelle Meldungen zu Einsätzen, Übungen, Veranstaltungen. Haben Sie Fragen dazu? Gern geben wir Ihnen weitere Informationen. mehr

THW unterstützt Rettungseinsatz nach Hauseinsturz in Görlitz

Nach der als mögliche Ursache vermuteten schweren Gasexplosion und dem Einsturz eines Wohnhauses in Görlitz waren zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk tagelang im Großeinsatz. Auch unser THW-Ortsverband Radebeul beteiligte sich mit Kräften unserer Fachgruppen Bergung sowie weiteren Spezialisten an den umfangreichen Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen.
Bildrechte: THW LV SN/TH

Im Mittelpunkt des Einsatzes stand die Suche nach drei vermissten Personen, die sich noch unter den Trümmern befanden. Deshalb konnte zunächst keine schwere Räumtechnik eingesetzt werden. Oberste Priorität hatte es, die verschütteten Personen schnellstmöglich zu orten und gleichzeitig zu verhindern, dass weitere Trümmerteile nachrutschen und die Situation zusätzlich verschärfen.

Die Einsatzkräfte arbeiteten deshalb Tag und Nacht äußerst vorsichtig und mit großer Konzentration. Große Teile des Schuttberges, Balken und Trümmer mussten zunächst manuell abgetragen werden. Alle Beteiligten waren sich einig: Jede mögliche Chance zur Rettung der Vermissten musste genutzt werden. Entsprechend unermüdlich arbeiteten die Helferinnen und Helfer vor Ort und jeder gab sein Bestes.

Erschwert wurde der Einsatz zu Beginn durch die Gefahr von austretendem Gas im unmittelbaren Einsatzbereich. Daher hatte der Eigenschutz der Einsatzkräfte hohe Priorität. Die Lage wurde kontinuierlich überwacht und alle Arbeiten erfolgten unter strengen Sicherheitsmaßnahmen.

Auch während der Nacht liefen die Rettungsmaßnahmen weiter. Mit der Beleuchtungstechnik des THW wurde die gesamte Unglücksstelle taghell ausgeleuchtet, sodass die Arbeiten ohne Unterbrechung fortgesetzt werden konnten. Die professionelle technische Ausstattung und die hohe Einsatzbereitschaft aller Kräfte waren dabei von großer Bedeutung.

Insgesamt waren rund 60 Helferinnen und Helfer des THW im Einsatz. Zusätzlich standen zahlreiche weitere Kräfte in Bereitschaft, um erschöpfte Einsatzkräfte abzulösen und die Einsatzfähigkeit auch über mehrere Tage sicherzustellen.

Besonders hervorzuheben ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW arbeiteten Hand in Hand zusammen. Durch die professionelle Abstimmung und das gemeinsame Vorgehen konnten die anspruchsvollen Aufgaben koordiniert und sicher durchgeführt werden.

Trotz aller Bemühungen und des unermüdlichen Einsatzes der Rettungskräfte sind Opfer zu beklagen. Details werden wir nicht nennen. Diese Nachricht hat alle Einsatzkräfte tief betroffen gemacht.

Der Einsatz in Görlitz hat erneut gezeigt, wie wichtig eine gute Ausbildung, moderne Technik und vor allem das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz sind. 

Die vielen positiven Rückmeldungen der Anwohner aus dem betroffenen Bereich machen uns stolz auf unsere Arbeit. Diese Anerkennung ist für uns Einsatzkräften die Motivation, um unter schwierigen Bedingungen professionell und mit großem persönlichen Einsatz arbeiten zu können.


Alle Rechte am Bild liegen beim jeweils benannten Bildrechteinhaber.




Suche

Suchen Sie hier nach einer aktuellen Mitteilung: