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Unser Samstag-Dienst im Mai, diesmal auf dem Friedhof

Ein besonderer Ausbildungsdienst führte unsere Fachgruppen im Mai auf den Neuen Johannesfriedhof in Meißen. Eine THW-Übung auf einem Friedhof wirkt auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich – doch genau dort konnten wir unsere praktischen Fähigkeiten sinnvoll einsetzen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines besonderen Ortes leisten.

Die Idee zu diesem Dienst kam von unserem Kameraden Michael, der beruflich auf dem Friedhof tätig ist. Statt eine Mauerabstützung auf unserem THW-Gelände zu errichten, bot sich hier die Möglichkeit, eine Konstruktion direkt dort aufzubauen, wo sie tatsächlich benötigt wird.

Der idyllisch gelegene Friedhof befindet sich auf einem ehemaligen Weinberg. Die historischen Trockenmauern aus Naturstein, die das Gelände umgeben, sind an einigen Stellen eingestürzt oder instabil geworden und müssen gesichert werden. Für uns war dies eine willkommene Gelegenheit, unsere Ausbildung unter realistischen Bedingungen durchzuführen und gleichzeitig einen praktischen Nutzen zu schaffen.

Mit großer Sorgfalt entfernten wir zunächst etwas Wildwuchs, um die notwendigen Arbeitsbereiche freizulegen. Dabei achteten wir bewusst darauf, die natürlichen Strukturen möglichst wenig zu beeinträchtigen. Ein bereits vorhandenes Insektenhotel wurde von uns neu befestigt und gesichert.

Die von uns errichteten Stützkonstruktionen stabilisieren nun die betroffenen Mauerbereiche und bilden die Grundlage für die weitere Sanierung durch die Mitarbeitenden des Friedhofs.

Trockenmauern sind nicht nur kulturhistorisch wertvoll, sondern auch wichtige Lebensräume für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Deshalb freuen wir uns besonders, mit unserem Einsatz auch die naturnahe Entwicklung dieses Bereiches zu unterstützen und einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten.

Für uns war dieser Dienst eine gelungene Verbindung aus Ausbildung, gesellschaftlichem Engagement und praktischem Naturschutz – eine Aufgabe, die uns allen ein sehr gutes Gefühl gegeben hat.

War sonst noch was?

Natürlich blieb es an diesem Samstag nicht nur bei der Arbeit an der Friedhofsmauer. 

Nach fast zehn Jahren war es außerdem an der Zeit, eine unserer selbstgebauten Übungs-Stegbrücken zurückzubauen. Auch solche Arbeiten (Aufbau und Demontage) gehören regelmäßig zu unserer Ausbildung und bieten wertvolle praktische Erfahrungen. 

Kreativität bewies zudem unsere Fachgruppe Schwere Bergung: Aus Stahl, Beton und Holz entstanden die Buchstaben „T-H-W“ in beeindruckender Bauweise. Zuvor wurde bei einer Pumpenübung an der Elbe der Wasserstrahl kurzerhand „zweckentfremdet“, um aufgestellte Rundhölzer kontrolliert umfallen zu lassen.

Neben aller Professionalität darf eines bei unseren Diensten nicht fehlen: der Spaß an der gemeinsamen Ausbildung.


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