Radebeul, 31.12.2020

Unsere letzen Worte in 2020

Der traditionelle Jahresrückblick

Aufmerksame Leser unserer letzten Worte wissen, dass 2019 von einer sehr langen Exceltabelle dominiert wurde, die alle Termine für das Jahr 2019 vorgab und die fast dreimal so lang wie üblich war.

Eine ähnliche Tabelle existierte anfangs auch für 2020, wurde jedoch spätestens im März wieder verworfen. Wir merkten sehr schnell, dass eine Planung in diesem Jahr nahezu unmöglich geworden war. Dennoch oder gerade deswegen haben unsere Ehrenamtlichen wieder Großartiges geleistet.

2020 ist nicht nur das Jahr von Corona, sondern auch das Jahr der langen Einsätze. Schon im Februar ging es los. Drei Wochen lang bauten unsere Kräfte Zäune an der polnischen Grenze auf. Der nächste langfristige Einsatz wartete im September auf uns, es ging ins Erzgebirge, in den Kampf gegen den Borkenkäfer. Den vierten langen Einsatz bescherte uns wieder Corona, Kontaktnachverfolgung für das Gesundheitsamt. (Dieser Einsatz dauert auch noch 2021 an.) Mit dem letzten langfristigen Einsatz schließt sich der Kreis. Es ging nochmal nach Görlitz, um Schutzzäune gegen die Afrikanische Schweinepest zu bauen.

Doch auch kurze Einsätze gab es in diesem Jahr häufig. Vom Aufbau einer Corona-Ambulanz und Impfzentren, von Transportfahrten bis hin zu Bränden in Klipphausen und Radeburg war dieses Jahr eines der einsatzreichsten in der OV Geschichte.

Übungen sollten im Jahr 2020 ebenfalls nicht zu kurz kommen. Auch wenn im Frühjahr zwei Übungen (davon eine in Leipzig) abgesagt werden mussten, konnten im Herbst noch zwei durchgeführt werden. Beide fanden in Moritzburg statt, eine im Schloss, die andere in der ehemaligen Mittelschule.

Trotz der strengen Regeln und Gesetze haben wir es geschafft, in diesem Jahr Standortausbildungen durchzuführen. Sonderausbildungen wie UBI-Funk standen genauso auf dem Plan, wie das Retten aus Höhen oder Arbeiten mit dem EGS. Dabei wurde streng auf die Hygiene geachtet und wir können mit Stolz behaupten, dass sich Dank der Disziplin aller Beteiligten niemand im Zusammenhang mit dem THW mit CoVid19 infiziert hat.

Im September konnten wir ebenfalls die GA-Prüfung für unsere Hälfte des Regionalbereiches durchführen, insgesamt begrüßten wir 4 neue Einsatzkräfte für unseren OV.

Doch auch überörtliche Ausbildungen fanden 2020 statt: Befähigte Person EGS, Maschinist SEA, diverse Führungs- und Ausbildungslehrgänge waren nur einige der Lehrgänge, die unsere Einsatzkräfte an den Ausbildungszentren besuchten.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit konnten wir durch Corona in diesem Jahr nur am Weinfest Radebeul teilnehmen. Dennoch ist unter anderem mit dem Buch „Geschichten gegen Langeweile“, welches in Zusammenarbeit mit der THW BV entstand, einiges passiert.

Die Umsetzung des Rahmenkonzepts sowie laufende Ersatz- und Neubeschaffungen bescherten uns auch in diesem Jahr eine Menge Material. Der größte einzelne Posten ist der Anhänger Wechselbrücke, der uns gemeinsam mit der im letzten Jahr beschafften Wechselbrücke schon treue Dienste bei einigen Einsätzen geleistet hat.

Wir haben in 2020 außerdem neue Freunde gefunden. In über 5000 Einsatzstunden, die meistens mit anderen Organisationen und Behörden stattfanden, kam es immer wieder zu guten Kontakten und Gesprächen. Wir hoffen, dass wir diese Freundschaften in den nächsten Jahren ausbauen können.

Wer sich über die einzelnen Aktionen genauer informieren möchte, kann dies gern tun. Es sind insgesamt 33 Berichte auf unserer Webseite entstanden, die im Bereich „Aktuelles“ auf der Webseite zu finden sind. Dazu kommen 142 Instagram- und circa 110 Facebook-Posts.

Auch personell gab es Veränderungen. Nachdem Andreas Reich in den Zugtrupp wechselte, übernahm Lydia Hiergesell die Bergungsgruppe des zweiten Technischen Zuges. Ihr neuer Truppführer ist Tom Phillip. Ebenfalls einen neuen Gruppenführer gab es in der Fachgruppe N. Jan David ist der erste Gruppenführer dieser neuen Gruppe.

Und nun sind wir beim Ausblick für 2021.

Zuallererst hoffen wir natürlich alle, dass Corona möglichst schnell verschwindet und das normale Leben und natürlich auch der Dienstbetrieb weitergehen kann. Das Jahr 2021 steht nämlich unter dem Motto „Wissen ist gut, Können ist besser! – Das Jahr der Ausbildung“. Ziel ist es, den Ausbildungsgrad zu erhöhen, anwendbares Wissen bereitzustellen und dieses zu festigen.

Termine im neuen Jahr werfen bereits ihre Schatten voraus. So stehen unter anderem der dritte Kinderblaulichttag, ein „Helferfest“, 151 Jahre Feuerwehr Nossen und weitere spannende Aktionen an. Wir freuen uns drauf!

Auch im Jahr 2020 haben die Menschen in diesem Ortsverband Besonderes geleistet. Darauf kann jeder Einzelne stolz sein. Manchmal erfordert dieses Ehrenamt Opfer, sei es weniger Zeit mit den Kindern, weniger Zeit an der X-Box oder verschobene Schichtpläne. Darüber, dass in Radebeul mittlerweile über 105 Personen bereit sind, solche Opfer zu bringen sind wir stolz. Jeder Ehrenamtler ist kostbar und verdient unseren Dank.

Doch ohne die Menschen im Hintergrund wäre das nicht möglich:

Die Partner die auf ihre/n Liebste/n verzichten müssen, die Kinder, die auf ihre Eltern warten, die Familie, deren Mitglied statt zuhause beim THW isst. Ohne deren Rückhalt wäre ein Engagement nicht möglich.

Die Arbeitgeber unserer Einsatzkräfte, die ihre Mitarbeiter immer wieder für Einsätze, Übungen und Lehrgänge freistellen, sind ein wichtiger Teil.

Unsere Freunde bei anderen Organisationen, Unternehmen, Behörden und Vereinen sind wichtig. Denn die Zusammenarbeit lebt von den Menschen, nicht von Verträgen und Vereinbarungen.

Doch auch unsere eigenen Kameraden aus anderen OVs sind ein wichtiger Baustein des Jahres 2020. Im THW geht es nur gemeinsam und das zeigt sich immer wieder.

Zum Abschluss möchten wir allen Genannten und Nichtgenannten ganz herzlich "Danke" sagen. Es war ein großes Jahr für das THW Radebeul und wir haben es gemeistert. Zivil-/ und Katastrophenschutz bedeutet mehr als Lampen, Anhänger, Bohrer, Handyapps, Seile, Blaulicht, Bohrhämmer, Sägen und Stege. Es sind die Menschen, auf die es ankommt und das hat das Jahr 2020 bewiesen.

 

Wir wünschen Allen einen guten Start in das Neue Jahr 2021. Wir freuen uns drauf.


Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.


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