Eine Geschichte

 

Du kommst langsam zu dir. Um dich herum ist alles dunkel. Du musst leicht husten, den überall ist Staub. Langsam merkst du die Schmerzen, es ist dein linker Fuß. Du versuchst dich zu orientieren, du glaubst auf Beton zu liegen. Du versuchst dich aufzurichten und stößt mit dem Kopf an etwas. Du fühlst daran, Beton. Dabei bemerkst du Blut an deinem Kopf. Du fühlst weiter, es sind mindestens 3 Wunden. Du willst deinen Fuß bewegen, geht nicht. Dein Gehirn beginnt zu arbeiten. Du warst auf dem Weg zur Arbeit. Du wolltest doch nur zum Bäcker, ein Stück Kuchen kaufen. Die Verkäuferin ist hier immer so nett. Du suchst nach deinem Smartphone, hast du im Auto liegen lassen. Dann die Idee, an deinem Autoschlüssel ist eine kleine Taschenlampe, du schaust dich um. Das Adrenalin schießt durch deine Körper. Du siehst das du unter Betonplatten liegst und dein Fuß von einem Betonträger eingequetscht ist. In deiner Nähe ist nichts hilfreiches. Du machst das Licht wieder aus. Du fängst an zu denken: "Das hab ich jetzt davon, wegen dem Job in eine neue Stadt zu ziehen. Ich fühle mich sowieso unwohl hier, kenne niemanden und ich will ja nicht nur meine neuen Kollegen nerven. Langsam hörst du über dir Krach. Du kannst es nicht zuordnen. Du hoffst aber, jemand kommt um dich zu retten. Du fängst an zu warten.

Ab jetzt hat die Geschichte zwei Varianten:

Variante 1: Langsam wird der Krach lauter. Du denkst gleich kommst du frei. Du wartest mehrere Stunden, doch niemand kommt zu dir. Du wirst bewusstlos. Was du nicht weißt, die Suche nach Personen wurde schon längst aufgegeben. Keine Rettungskräfte kamen durch die Betonplatten. Drei Tage später finden Mitarbeiter einer Abrissfirma deine Leiche als sie die Trümmer beseitigen.

Variante 2:  Du denkst schon man findet dich nie. Auf einmal taucht neben dir ein Licht auf. Du bist irritiert aber jemand fängt an mit dir zu reden. Er stellt sich als Tom vom THW vor. Er sagt, er kann dich sehen und bald bist du in Sicherheit. Du beschreibst ihm deine Situation und ihr fangt an zu reden. Auf einmal bewegt sich die Platte über deinem Fuß, du bist frei. Kurze Zeit später siehst du ein Gesicht da wo eben noch die Platte war. Es ist Tom.  Du bist sprachlos und fängst fast an zu weinen. Du kannst Tom gar nicht genug danken, bekommst aber kein Wort raus. Deswegen guckst du ihn nur überglücklich an. Gemeinsam mit einer anderen Person legt er dich in eine Trage und holt dich aus der Ruine raus. Kurz bevor du den Sanitätern übergeben wirst, stellst du Tom noch eine Frage: "Woher kommst du?" Tom antwortet: "THW Ortsverband Radebeul".

Zwei Wochen später wirst du aus dem Krankenhaus entlassen. Dein Fuß ist zwar gebrochen, aber alle Verletzungen werden verheilen.  Die Ursache für den Einsturz war eine Gasexplosion. Insgesamt wurden 7 Personen verletzt, doch keiner verlor sein Leben.

Welche Variante findest du besser?  Für mich persönlich ist es Variante zwei. Doch dafür brauchen wir ehrenamtliche Helfer! So eine Situation kann jedem immer passieren!  Wir haben die Technik dafür, brauchen aber Menschen um sie zu bedienen. Ohne Helfer können wir nicht zum Einsatz kommen und Menschen aus Notlagen retten.  Komm du auch zum THW und werde wie Tom. Habe ein spannendes Ehrenamt und Helfe Menschen und Not! Kontaktiere uns noch heute, du wirst es nicht  bereuen.

 

 

Doch die Geschichte geht noch weiter:

Als dein Fuß gebrochen war hast du dich über das THW informiert. Eigentlich klingt das ganz spannend. Du beschließt einmal vorbei zu gehen und es dir anzugucken. Nebenbei willst du dich auch gleich noch bedanken.  Es ist ein Donnerstagabend.  Schon am Eingang wirst du freundlich gegrüßt. Schnell triffst du auch Tom. Ihr redet ein bisschen. Er erklärt dir, das eine Mitwirkung beim THW ehrenamtlich ist und dass du, bevor du zu Einsätzen darfst, die Grundausbildung durchlaufen musst. Dort lernst du alle Grundlagen. Du findest das echt spannend. Tom stellt dich Stefan vor. Stefan ist unser Ausbildungsbeauftragter und macht die Grundausbildung. Er stellt die den Ortsverband vor und führt dich ein wenig herum. Du bist jetzt endgültig begeistert und unterschreibst noch sofort deinen Aufnahmeantrag.  Bald ist es dann soweit, dein erster Ausbildungsdienst steht an. Dabei lernst du auch deine Gruppe kennen. Ein total bunt gemischter Haufen aus allen Schichten und Berufen. Aber alle total nett. Im Laufe des halben Jahres freundest du dich immer mehr mit ihnen an. Ihr wachst zusammen und werdet ein Team. Auch privat fangt ihr bald an gemeinsam was zu Unternehmen. Auch Clara gehört zu deiner Gruppe. Sie ist genau dein Typ. Aussehen, Charakter, einfach alles ist top. Und das beste, sie ist auch Single. Ihr beginnt euch auch ohne die anderen zu treffen. Dann ist es soweit, eure Gruppe wird in einen anderen Ortsverband gefahren um eure Grundausbildungsprüfung abzulegen. Ihr alle besteht! Beim Feiern zurück in Radebeul küsst du Clara. Seitdem seid ihr ein Paar.  Später kommst du in die Fachgruppe schwere Bergung. Auch dort wirst du gut aufgenommen und du spürst wahre Kameradschaft und wie viel Spaß es macht, ein spannendes Ehrenamt zu haben. Auch dein Arbeitgeber ist glücklich, den er merkt das du viel motivierter bist und freut sich dass du im THW Ausbildungen bekommst, die du auch im Job nutzen kannst.

Endlich hast du wieder einen Sinn im Leben.

 

Epilog:

Gut drei Jahre nach der Explosion beim Bäcker klingelt die Alarmierungsapp auf deinem Smartphone.

THW RADEBEUL VOLLALARM, GASEXPLOSION RADEBEUL, MEISSNER STRASSE

Du fährst zum Ortsverband und triffst dich dort mit deiner Gruppe. Mit Blaulicht fahrt ihr zur Adresse. Eine Fleischerei ist komplett eingestürzt. Obwohl es nicht dein erster Einsatz ist, bist du aufgeregt. Die Rettungshundeführerin Anne von der BRH teilt euch mit wo sie eine Person vermutet. Ihr fangt an mit schwerem Gerät diese Stelle frei zu Räumen. Dann seht ihr einen Fuß. Kurze Zeit später könnte ihr einen  Mann aus den Trümmern retten. Er weint vor Freude, bekommt aber kein Wort raus.

Sein Glückliches Gesicht wirst du nie vergessen.

 

Du fandest diese Geschichte schön? Dann schreib jetzt deine! Kontaktiere uns noch heute!