06.09.2013

Aufräumen nach Explosion

Am Dienstag, den 3. September, ereignete sich in Radebeul Zitzschewig eine schwere Explosion. Dabei wurde eine Doppelhaushälfte total zerstört und die anliegende schwer in Mitleidenschaft gezogen.

In dem zerstörten Teil wurde eine 90 jährige Frau von der Feuerwehr lebend befreit. Diese liegt zur Zeit im Krankenhaus. Am Donnerstag, den 5. September, wurde dann das THW Radebeul zur Unterstützung der Kriminalpolizei hinzugerufen. Die Aufgaben für das Technische Hilfswerk bestanden darin, zunächst das in Mitleidenschaft gezogene Gebäude zu sichern und im Anschluss die Trümmerstelle frei zu legen, um einen Zugang für die Kriminalbeamten zu schaffen. So wurde am Donnerstag das Gebäude mit Deckenstützen und Querriegeln gestützt. Dazu musste zunächst im Keller begonnen und dann bis in die erste Etage das Haus »durchgestützt« werden. Dies geschah nach Absprache mit dem zuständigen Statiker. So wurde verhindert, dass das Gebäude beim Beräumen der Trümmerteile weiter beschädigt wird. Am Freitag wurde ab 7 Uhr mit dem Beräumen der Trümmer begonnen. Hier war eine präzise Planung und vorsichtige Vorgehensweise gefragt. Denn die Bestehende Haushälfte sollte nicht weiter beschädigt werden und die Ermittler der Kriminalpolizei sollten möglichst freien Zugang zu den Innenräumen bekommen. So wurde zunächst, mit der Hilfe der Feuerwehr-Drehleiter aus Radebeul Ost, der überstehende Dachgiebel vorsichtig entfernt, um die Last vom Dach zu nehmen. Im Anschluss wurde der Teil vor dem Gebäude mit dem Radlader des THW OV Freiberg beräumt, um eine Stellfläche für den Kran aus Radebeul zu schaffen. An den Kran wurde der Polygreifer montiert, um mit diesem den Trümmerberg Schicht für Schicht abzutragen. Dies Geschah in enger Verzahnung mit der Kriminalpolizei. Gegen 14 Uhr wurde dann die Stelle erreicht, in der die Ermittler die Explosionsursache vermuteten. Nach dem Bergen einiger Wertgegenstände und deren Übergabe an Mitglieder der Familie war die Arbeiten, an der Trümmerstelle für das THW abgeschlossen. Nun musste noch die Front der stehengebliebenen Haushälfte gegen weitere Schäden geschützt werden. Dies geschah mit einem sogenannten FRABLO Abstützsystem aus Holz. Im Einsatz waren insgesamt 25 Helfer aus den Ortsverbänden Radebeul, Freiberg und Dresden. Gegen 20 Uhr konnte der Einsatz am Freitag erfolgreich beendet werden. Bei solchen Einsätzen zeigt sich die vielfältige Leistungsfähigkeit der ehrenamtlichen Helfer ganz besonders. Wir danken den Helfern, den Familien, den Arbeitgebern und den umliegenden Nachbarn für diese hervorgebrachte Leistung und Unterstützung.


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